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Liedertexte
Hier eine Auswahl an Liedertexten:
>Gaudeamus igitur
>Wenn wir durch die Straßen ziehen
>Mit der Fiedel auf dem Rucken
>Nordgaus
Fuchsenstrophe
>Nordgaus Burschenstrophe
>Sollt' ich einst auf Schlössern wohnen (Die alte Bude)
1. │: Gaudeamus igitur, iuvenes dum sumus; :│ post iucundam
iuventutem, post molestam senectutem │: nos habebit humus! :│
2. │: Ubi sunt, qui ante nos in mundo fuere? :│ Vadite ad superos,
transite ad inferos! │: Ubi? Iam fuere. :│
3. │: Vita nostra brevis est, brevi fi nietur, :│ venit mors velociter, rapit
nos atrociter, │: nemini parcetur. :│
4. │: Vivat academia, vivant professores, :│ vivat membrum quodlibet,
vivant membra quaelibet, │: semper sint in flore! :│
5. │: Vivant omnes virgines faciles, formosae, :│ vivant et mulieres,
tenerae, amabiles, │: bonae, laboriosae! :│
6. │: Vivat et res publica et qui illam regit! :│ Vivat nostra civitas,
maecenatum caritas, │: quae nos hic protegit! :│
7. │: Pereat tristitia, pereant osores, :│ pereat diabolus, quivis
antiburschius │: atque irrisores! :│
Wenn wir durch die Straßen ziehen
1. Wenn wir durch die Straßen ziehen, recht wie Bursch‘ in Saus und
Braus, schauen Augen blau‘ und graue, schwarz‘ und braun‘ aus manchem
Haus; und ich lass‘ die Blicke schweifen durch die Fenster hin und
her, fast als wollt‘ ich eine suchen, │: die die Allerliebste wär‘. :│
2. Und doch weiß ich, daß die eine wohnt viel‘ Meilen weit von mir,
und doch kann ich‘s Schau‘n nicht lassen nach dem schmucken Mädchen
hier. Liebchen, woll‘ dich nicht betrüben, wenn dir ein‘s die Kunde
bringt, und daß dich‘s nicht überrasche, |: dieses Lied ein Studio singt.:│
3. Liebchen, nicht um Goldeslohne hör‘ ich auf, dir treu zu sein, nicht
um eine Königskrone, ewig, ewig, bleib‘ ich dein! Doch das Schau‘n
nach hübschen Mädchen, die so freundlich nach mir seh‘n, nach den
braunen, nach den blonden, │: wirst du mir doch zugesteh‘n. :│
4. Wenn wir bei den Gläsern sitzen, unser Herz der Wein erfreut;
die Lieder hell erklingen, sich manch Freundschaftsband erneut;
mein Liebchen, blicke freundlich, hörst du Lied und Becherklang:
gedenk‘ ich deiner Liebe │: und dich feiert mein Gesang! :│
1. Mit der Fiedel auf dem Rucken, mit dem Kappel in der Hand, zieh‘n
wir Prager Musikanten durch das weite Christenland. Unser Schutzpatron
im Himmel ist der heil‘ge Nepomuk, steht mit seinem Sternenkränzel
mitten auf der Prager Bruck. Als ich da vorbeigewandert hab‘ ich
Reverenz gemacht, ein Gebet ihm aus dem Kopfe recht bedächtig hergesagt.
2. ‚s steht also in keinem Büchel, wie man‘s auf dem Herzen hat:
Wanderschaft mit leerem Beutel und ein Schätzel in der Stadt! Wenn das
Mädel singen könnte, wär‘s gezogen mit hinaus, doch es hat ‚ne heis‘re
Kehle, darum ließ ich es zu Haus. Ei, da gab es nasse Augen, ‚s war mir
selbst nicht einerlei, sprach ich: „‘s ist ja nicht für ewig, schönstes Nannerl,
laß mich frei!“
3. Und ich schlüpft‘ aus ihren Armen, aus der Kammer, aus dem Haus,
konnt‘ nicht wieder rückwärts schauen, bis ich war zur Stadt hinaus. Da
hab‘ ich dies Lied gesungen, hab‘ die Fiedel ‚zu gespielt, bis ich in den
Morgenlüften auf der Brust mich leicht gefühlt. Manches Vög‘lein hat‘s
vernommen, flög‘ nur eins an Liebchens Ohr, säng ihr, wenn sie weinen
wollte, dieses frische Liedel vor!
4. Wenn ich aus der Fremde komme, spiel‘ ich auf aus ander‘m Ton,
abends unter ihrem Fenster, Schätzel, Schätzel, schläfst du schon? Hoch
geschwenkt den vollen Beutel, das gibt eine Musika! `s Fenster klirrt,
es rauscht der Laden, heilige Cäcilia! All‘ ihr Prager Musikanten, auf,
heraus mit Horn und Baß, spielt den schönsten Hochzeitsreigen, morgen
leeren wir ein Faß!
In dem Fuchsenbande Nordgaus
ist Violett dem Weiß gepaart,
zweifach'
Treue heißt's mich halten,
nach der altbewährten Art:
Heimattreue,
holde
Minne
streben beide himmelwärts;
weihe ich mein Blut der Heimat,
|:schenk'
dem Liebchen ich mein Herz!:|
Veilchen hat mein Lieb gewunden
mit der zarten Elfenhand,
ihre
Freundschaft
zu bekunden,
liebevoll ins Burschenband;
und ihr
Sinnbild, Lilienreiser,
wand
mit goldnem Band sie bei,
sprach: "Für
Vaterland und Glaube,
|:Nordgau kämpft
in steter Treu'!:|
Sollt‘ ich einst in Schlössern Wohnen
1. Und sollt‘ ich einst in Schlössern wohnen, ein Radscha sein von
Hindustan, und über aller Erde thronen, dass alle Welt mir untertan, ein
Mensch, an Reichtum unermessen, dass wie gehäuft vor mir der Neid; |:
ich werd‘ die Bude nie vergessen aus meiner ersten Fuchsenzeit.:|
2. War die Tapeten auch zerissen, die Diele nicht mehr farbenfrisch, die
Decke grau und wie zerschlissen, ich hatt‘ ein Bett und einen Tisch, und
hatt‘ zwei Fenster, die weit offen, dem Licht sich dehnten und dem Tag,
|:wenn erst die Sonne sie getroffen, und ich in letzten Träumen lag.:|
3. Dann noch ein Strecken und den Schädel ins Wasser wenn er kneipenschwer;
Um zehn Uhr wartete mein Mädel, und ein Kolleg‘ lief nebenher.
Um zwölf war Pauken, daß die Hiebe auch säßen, wenn der Ernst
soweit: |:So zwischen Trunk und Traum und Liebe verlebt ich meine
Fuchsenzeit.:|
4. Drum: sollt‘ ich einst in Schlössern wohnen, ein Radscha sein von
Hindustan, und über aller Erde thronen, daß alle Welt mir untertan, ein
Mensch, an Reichtum unermessen, daß wie gehäuft vor mir der Neid: |:
Ich werd‘ die Bude nie vergessen, das Heimglück erster Fuchsenzeit.:|